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Des­halb ist der Mess­stel­len­be­trieb von hoher stra­te­gi­scher Bedeu­tung

Erneut soll Wech­sel­stim­mung auf­kom­men. Schließ­lich steht der Wett­be­werb ins Haus – dies­mal im Mess­stel­len­be­trieb. Daher ste­hen Stadt­wer­ke nun vor der Ent­schei­dung, ob und wie sie sich als wett­be­werb­li­che Mess­stel­len­be­trei­ber (wMSB) im Markt posi­tio­nie­ren und Mehr­wer­te für die End­kun­den anbie­ten wol­len.

Zunächst ein­mal muss ein Mess­stel­len­be­trei­ber Stan­dard­leis­tun­gen erfül­len – die Pflicht­auf­ga­be beim Roll­out von intel­li­gen­ten Mes­sys­te­men. War­um soll­ten Kun­den dann also wech­seln? Zumal sich die grund­sätz­li­che Wech­sel­wil­lig­keit von Kun­den in Gren­zen hält. So zeigt der Moni­to­ring­be­richt 2017 der Bun­des­netz­agen­tur auf, dass im Jahr 2016 noch 71,5 Pro­zent der Kun­den durch ihren Grund­ver­sor­ger mit Strom belie­fert wur­den. 30,5 Pro­zent der Strom­kun­den sogar noch in der Grund­ver­sor­gung. Das heißt, 20 Jah­re nach Ein­füh­rung der Libe­ra­li­sie­rung haben nicht ein­mal 30 Pro­zent der Kun­den den Anbie­ter gewech­selt.

Mess­stel­len­be­trieb als Tür­öff­ner für Mehr­wert­diens­te

Wett­be­werb­li­cher Mess­stel­len­be­trieb ist eine Markt­rol­le, die gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist. Er ist Teil der Wert­schöp­fung der kun­den­zen­trier­ten Ener­gie­dienst­leis­tung der Zukunft. Somit stellt er für sich genom­men erst ein­mal kein Pro­dukt oder nach­hal­ti­ges Geschäfts­mo­dell dar. Aber, der Mess­stel­len­be­trieb ist ein Tür­öff­ner zum Kun­den und ermög­licht die Wei­ter­ent­wick­lung des eige­nen Geschäfts­mo­dells. Um die Mehr­wert­diens­te zu iden­ti­fi­zie­ren, gilt es, die Daten­kom­mu­ni­ka­ti­ons­pfa­de sowie die Wert­schöp­fung genau­er zu betrach­ten und sich zudem über die Ziel­grup­pen bewusst zu wer­den.

Lang­fris­ti­ger Erfolg mit inno­va­ti­ven Ener­gie­dienst­leis­tun­gen

Die Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on erfährt durch die intel­li­gen­ten Mess­sys­te­me eine ent­schei­den­de Ver­än­de­rung. Die zuvor linea­re Ket­ten­kom­mu­ni­ka­ti­on über den Ver­teil­netz­be­trei­ber an die berech­tig­ten Markt­teil­neh­mer bricht auf und weicht einer stern­för­mi­gen Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on direkt aus dem Gate­way an alle Berech­tig­ten. Zumin­dest ist dies geplant. Wie eine Spin­ne in ihrem Netz hält der Mess­stel­len­be­trei­ber, ver­ant­wort­lich für den Gate­wa­y­ad­mi­nis­tra­tor, die Fäden in der Hand. Am ande­ren Ende des jewei­li­gen Fadens sit­zen aller­dings nicht End­kun­den, son­dern die Anbie­ter von Ener­gie- bzw. ener­gie­na­hen Dienst­leis­tun­gen. Das ist die neue Ziel­grup­pe, die der Mess­stel­len­be­trei­ber mit der Bereit­stel­lung von Infra­struk­tur als Kun­den gewinnt.

Die Hoheit über die Mess­stel­le ist ein stra­te­gi­scher Wett­be­werbs­vor­teil

An der stra­te­gisch wich­ti­gen Daten­dreh­schei­be der Ener­gie­wirt­schaft posi­tio­niert ver­fü­gen Mess­stel­len­be­trei­ber über einen enor­men Wett­be­werbs­vor­teil. Denn kein iMSys-basier­ter Mehr­wert­dienst lässt sich ohne die zen­tra­le Dienst­leis­tung des Mess­stel­len­trei­bers rea­li­sie­ren. Das ist die idea­le Basis, um selbst und mit Part­nern Mehr­wert­diens­te zu ent­wi­ckeln und zu ver­mark­ten. Mess­stel­len­be­trei­ber wan­deln sich damit vom ana­lo­gen Gerä­te­ver­wal­ter zum IT-, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Mehr­wert­dienst­leis­ter.