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Kiwigrids Vision und Mission

Wir glauben an eine Welt, die vollständig auf intelligenten und dezentralen Energiesystemen beruht. In der Energiekonsumenten zu Produzenten werden und in der intelligent geladene Autos als flexible Speicher dienen. Wir glauben an eine Welt, in der Unternehmen und Fabriken Energie als Vermögenswert verstehen und in der Stromnetze die Herausforderungen der Energiewende spielerisch meistern. Wir helfen Energieunternehmen und Herstellern von dezentralen Energieanlagen, die Herausforderungen eines Energiesystems zu meistern, das für immer auf den Kopf gestellt sein wird. Hierfür entwickeln wir innovative und energiewirtschaftlich leistungsfähige Softwarelösungen auf der Basis einer hochsicheren und skalierbaren Plattform.

Die Energiewirtschaft befindet sich inmitten der Nanogrid-Revolution

Paradigmenwechsel von zentralen zu dezentralen Energiesystemen

Fossile Brennstoffe sind endlich und wirken sich negativ auf unser Klima aus. Vor diesem Hintergrund ergreifen immer mehr Länder Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und beschleunigen den Ausbau erneuerbarer Energien. Demzufolge vollziehen Energiesysteme und -märkte einen fundamentalen Wandel von zentral zu dezentral. Doch die erneuerbaren Energien Wind und Photovoltaik sind volatil. Deren Erzeugung zu prognostizieren ist schwierig. Damit sind diese Technologien nicht ohne Weiteres in ein Energiesystem integrierbar, das für eine planbare, zentrale Erzeugung und eine eindimensionale Verteilung ausgelegt ist. In Deutschland decken die erneuerbaren Energien in der Spitze über 80 Prozent des Energieverbrauchs. In Dunkelflauten bisweilen gar nichts. Diese Schwankungen treten im Stromnetz vor allem auf der Niederspannungsebene auf, da hier der überwiegende Teil der erneuerbaren Energien angeschlossen ist. Die Energiewende findet damit vor allem in den Verteilnetzen statt.

Gebäude und E-Mobilität bieten enormes Potenzial für Flexibilität

Neben dem massiven Ausbau von Windkraft und großen Solarparks wurden in den letzten Jahren Millionen von dezentralen Energieressourcen in Gebäuden integriert. Auf Deutschlands Dächern produzieren rund 1,5 Millionen PV-Anlagen elektrische Energie. In Gebäuden befinden sich 800.000 Wärmepumpen und weit über 50.000 Batteriespeicher. Tendenz stark steigend. Hinzu kommen 1,5 Millionen Nachtspeicherheizungen. Gebäude bieten damit enorme Flexibilitätspotenziale, womit sie sich längst zu einem elementaren Teil der Energiewende entwickelt haben. Die stetig sinkenden Speicherkosten sorgen zudem für immer mehr Elektrofahrzeuge auf den Straßen – ohne intelligente Ladesteuerung eine enorme Belastung für die Verteilnetze. Mit intelligenter Steuerung ein vielversprechender Teil der Lösung.

Nanogrids stellen das Energiesystem auf den Kopf

Flexible Energieressourcen in Gebäuden und auf Straßen bilden zweifelsohne das Fundament für intelligente Netze und damit für eine erfolgreiche Energiewende. Doch bevor diese Potenziale ausgeschöpft werden können, müssen sie zunächst durch kundenzentrierte Lösungen erschlossen und angebunden werden. Bei der enormen Vielzahl an Geräteherstellern und Kommunikationsprotokollen sowie des relativ geringen Kundeninteresses in Bezug auf Energie stellt dies eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zur Flexibilisierung der Energiesysteme dar. Kiwigrid gehört bei der Anbindung dezentraler Energieressourcen über kundenzentrierte Lösungen zu den Pionieren und damit zu den weltweit führenden Unternehmen. Konnektivität bildet den Grundstein für eine orchestrierte Automation von Stromerzeugung, Stromspeicherung und Stromverbrauch in Gebäuden. Wir bezeichnen ein auf diese Weise energieoptimiertes Gebäude als „Nanogrid“.

Intelligente Messsysteme integrieren Nanogrids mit Verteilnetzen

Nanogrids sind ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum echten Smart Grid. Denn erst wenn diese in die Verteilnetze integriert werden, können Energieversorger das volle Potenzial von dezentralen Energieressourcen ausschöpfen. Aggregiert bieten sie ein enormes Flexibilitätspotenzial, mit dem sich Netze stabilisieren und Bilanzkreise kurzfristiger glätten lassen. Die Integration von Nanogrids und Verteilnetzen werden in Deutschland intelligente Messsysteme übernehmen. Sie werden als die standardisierte und zugleich hochsichere Datenübertragungs- und Steuerungseinheit fungieren. Mit intelligenten Messsystemen werden sich die Datenmengen auf eine gigantische Weise erhöhen. Der Rollout intelligenter Messsysteme läutet damit endgültig das digitale und dezentrale Zeitalter der Energiewirtschaft ein.

Eine historische Chance und Herausforderung zugleich

Die Dezentralisierung und Digitalisierung bietet nie dagewesene Möglichkeiten, stellt Energieversorger aber gleichzeitig vor die größte Herausforderung ihrer Geschichte. Über Jahre gewachsene Prozesse, Technologien und Strukturen unterliegen einem radikalen Wandel. Analoge Urgesteine der Energiewirtschaft wie Ferrariszähler, Standardlastprofile und monatliche Abschläge werden Schritt für Schritt durch digitale Lösungen ersetzt. Energie verschmilzt mit Mobilität, Telekommunikation und IT zu einem völlig neuen Markt mit neuen, komplexeren Wertströmen und einer plattformartigen Struktur. Die neuen Wertströme in der Energiewirtschaft haben ihren Ursprung vor allem in Nanogrids. Intelligenz statt Kupfer. Flexibilität statt Menge. Zwischenspeichern statt Abregeln. Unabhängigkeit statt Abschläge. Dienstleistung statt Lieferung. Die Energiewirtschaft befindet sich inmitten der Nanogrid-Revolution. Energieversorger werden nicht überleben können, ohne neue Geschäftsmodelle zu implementieren, die nachhaltigen Kundennutzen basierend auf digitalen Technologien und dezentralen Energieressourcen ziehen.